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In Sachen Camping

Manche Geschichten und kleinere Erlebnisse in meinem noch jungen Camperleben sind zu kurzweilig, als dass ich daraus einen eigenen Beitrag schnitzen könnte. Dennoch bringen mich die teils witzigen Situaionen manchmal selbst zum Schmunzeln, daher möchte ich die ein oder andere Notiz in Sachen Camping gerne in dieser Rubrik festhalten.

Vorab sei aber vermerkt, dass klein Knothi als Wohnmobilist in Sachen Camping absolut unbedarft und grün hinter den Ohren ist. Zwar war ich vor drölftausend Jahren als kleiner Bub mit den Eltern regelmäßig im Campingurlaub, aber mit dieser Erfahrung verhält es sich wohl ebenso wie mit Teilen der Ausbildung. Nicht dauerhaft Angewandtes verschwindet irgendwann mal zwischen Kleinhirn und Zentrallappen in einem großen schwarzen Loch.

Ich stehe aus diesem Grund mit meinem Kastenwagen TiNe (Bildmitte) also am Anfang meiner Camperkarriere und beginne auf der Erfahrungsskala quasi von Null. Da kann es dann schon mal passieren, dass ich die ersten 1500 km ohne Warndreieck und Verbandskasten unterwegs bin/war. Oder dass ich zwar an jeden möglich Scheiss gedacht, sowie drei Campingstühle mithabe (wofür?), dafür aber meinen Campingtisch zuhause habe liegenlassen. Ich bin so toll… 🙂

Richtig lustig werden dann aber Begnungen mit anderen Campern. Zum Beispiel meinen ersten Kontakt mit der Spezies Camper in Santiago de Compostela – einem netten älteren Schweizer Ehepaar. Die waren zwar eher an der Kameraüberwachung meiner TiNe interessiert, standen deshalb auch plötzlich vor mir, aber so kamen wir letzendlich ins Gespräch. Kurz über die Technik geplauscht und Sightseeing-Tipps ausgetauscht, als sie plötzlich schwer entrüstet über einen jungen Herrn im hinteren Teil des Campingplatzes zu schimpfen beginnen. Der junge Mann würde hier am Platz seinen Hund frei laufen lassen und das gehe ja mal gar nicht. Und ich müsse aufpassen wo ich hintrete, weil Tretminen, die bösen Tretminen… ich so, ähhh ja, vielen Dank für den gut gemeinten Tipp! Adee… 🙂 🙂 Mit dem jungen Typen habe ich mich dann kurze Zeit später auch noch unterhalten. Der war eigentlich cool…

Auch interessant fand ich die Begegnung mit einem österreichischen Pärchen auf dem Campingplatz in Villa de Gaja / Porto. Eigentlich war es mehr eine Beobachtung als eine Begegnung, denn ich durfte Ösis Frau dabei zuhören, wie sie den ganzen Abend nix besseres zu tun hatte, als ihren Mann aufs Übelste kommunikativ zusammenzufalten – und das in einer Lautstärke und Frequenz, die über den kompletten Platz zu hören war und selbst den laut tosenden Atlantik übertönte. In diesem Augenblick war ich dann auch mal ganz froh darüber alleine unterwegs zu sein. Check!

Ich bin gespannt was mich in den nächsten Tagen und Wochen noch so erwartet…