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Der besondere Moment

Robbe in freier Natur

Es gibt sie – diese ganz besonderen Momente! Momente, in denen du das Glück gar nicht fassen kannst und denkst, Fortuna hat dich gerade höchstpersönlich geküsst. Ich durfte so einen Moment während meiner Fahrt von Frankreich nach Spanien erleben, und was da genau los war, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Halleluja!!

Die Entscheidung war eigentlich schon getroffen – aufgrund nicht fliegbarer Wetterbedingungen an der Düne Pilat in Frankreich wollte ich nach zwei Tagen Düne weiterfahren und den direkten Weg an die Praia Corduama in Portugal nehmen. Und so fuhr ich also los, gemütlich, entspannt und schwer neugierig, was ich auf meiner Reise nun alles erleben werden – und ich kam genau 16,9 km weit! 🙂

Denn während ich auf der Landstraße meinem ersten noch unbekannten Abenteuer entgegenfuhr, kam mir ein Straßenschild entgegen und weiß der Teufel warum, anstatt weiterzufahren bog ich mal gschwind rechts ab Richtung Strand von Biscarrosse. “Schon wieder Sand” dacht ich… “gibts an der Düne Pilat eigentlich genug für ein ganzes Leben”. Aber ich habe Zeit und mich eilt nichts, und vielleicht gibt es dort ja auch ein nettes Plätzchen zum Verweilen, oder für ne Brotzeit, oder um in der Nase zu bohren, was weiß ich… ich habe mir wirklich nichts dabei gedacht.

Und tatsächlich war da ein Wohnmobilstellplatz mit Ver-und Entsorgung mitten im Pinienwald nur einen Steinwurf vom Strand entfernt. Da ich eh Entsorgen musste und die Schranke offen war dachte ich mir “Schäppchen” – und zack, fuhr ich schon rauf auf den Platz. 🙂 Und der Platz gefiel mir sogar so gut, dass ich beschloss die Nacht hier zu verbringen und erst am nächsten Tag weiterzufahren.

Schnell die TiNe zwischen den Pinien eingeparkt, diebstahlsicher verschlossen, Kamera eingepackt und schon schlenderte ich gemütlich zum Strand – und der ist echt mächtig!! Bis zum Horizont mächtig, naja nicht ganz,.. laut Internet ca. 4 km, aber in meinen Augen mächtig, weil erster Strandbesuch meines kleinen Reiseabenteuers. Und weiß der Teufel schon wieder warum, aber ich dachte mir, ich lauf jetzt einfach mal los… am Strand… nach rechts… und zwar so lange, bis ich die Düne Pilat wieder am Horizont sehen kann (man erinnere sich: 16,9km) 🙂

Ganz so viel Geduld und Ausdauer hatte ich dann doch nicht und nach ner halben Stunde hatte ich einfach keine Lust mehr, also zack wieder zurück in die andere Richtung. Und dann… plötzlich war sie da… ich musste dreimal hinsehen weil ich es nicht glauben konnte.

Und an dieser Stelle lass ich jetzt einfach kurz mal die Bilder für sich sprechen:

Da war sie also… Sina die Robbe… in echt, ohne Leine… und ohne Herrchen… Wildlife pur!!!

Ich musste kurz an ne versteckte Kamera denken oder an irgendwas Surreales oder an… ach echt keine Ahnung! Ich war fertig, konnte mein Glück in diesem Moment wirklich nicht fassen und dann setzt Sina noch einen drauf und bewegt sich direkt auf mich zu.

Bis auf einen knappen Meter habe ich die Dame an mich ranrobben lassen, als es mir plötzlich wie ein Blitz durch den Kopf schoss… “die will mitfahren!!!”… und im gleichen Augenblick machte ich geistesgegenwärtig und voller Respekt und Ehrfurcht einen anständigen Satz zur Seite. Im Nachgang habe ich dann von Einheimischen erfahren, dass Sina wohl weniger an mir interessiert war, sondern nur an den sicheren und windgeschützten Teil der Düne kommen wollte, weil möglicherweise erschöpft oder ausgekühlt.

Und das isser nun, herzlich willkommen in meinem besonderen Moment – einem Moment, den ich mein Leben lang wohl nicht mehr vergessen werde – Halleluja!!!

Und willkommen auf Luvseitig, denn dies war für mich exakt jene Erleuchtung, die mich dann doch noch dazu bewogen hat, einen Blog zu schreiben! Warum?

Weil Glück das Einzige ist, das sich verdoppelt wenn man es teilt! Außerdem wäre mir sonst irgendwann der Schädel geplatzt… 🙂