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Camping Playa de Mazarron (oder A wie Armageddon)

posted by Markus 14. Mai 2019 0 comments
Camping Playa de Mazarron

Ja ja,… clickbaiting ich weiß,… ganz so dramatisch wie die Beitragsüberschrift suggeriert ist es natürlich mal wieder nicht. Dennoch war mein Besuch auf dem  Camping Playa de Mazarron für mich fragwürdig genug, um hier verbeitragt zu werden,…

Ich verlasse Andalusien und ziehe im Landesinneren weiter Richtung Nordost. Das Wetter ist mies, richtig mies,… es regnet den ganzen Tag! Eigentlich dachte ich mir, ich fahre von Las Negras auf direktem Weg im Landesinneren über Murcia in Richtung Alicante.

Irgendwann dann aber nach gefühlten 50 Litern, die pro Quadratmeter vom Himmel fielen, dachte ich mir nur noch „Waaasser…“ und zack bog das WoMo automatisch wieder rechts ab in Richtung Maare,… 🙂 Rausgekommen bin ich dann in Puerto de Mazarrón, und glaubt mir, ich hab echt keine Ahnung warum gerade hier. Möglicherweise weil ich halt echt ohne Plan rumgurke,… einfach drauf losfahre,… und mich treiben lasse.

Und treiben lassen wie so ein Stück Treibholz im Wasser war am heutigen Tage wirklich Programm. Es schüttetete so dermaßen, dass in Puerto de Mazarrón das Wasser teilweise aus den Kanaldeckeln emporschoss. So war in diversen kleinen Straßen in Puerto de Mazarrón kein Durchkommen mehr, weil das Wasser karosserietief in den Straßen stand. Das Wasser stand teilweise so hoch, dass ich Bange hatte, mir würde das WoMo davonschwimmen,… eben wie ein Stück Treibholz,… treiben lassen,… eigentlich schon wieder ein geiles Bild! 🙂

Sei es drum, ich hatte echt bissel Bammel und bin in Puerto de Mazarrón dann auf den erstbesten Campingplatz geflüchtet, der mir vor die WoMo-Haube kam… und das war der Campingplatz Camping Playa de Mazarrón. Yoa,(… stirnkratz…) noja,… und der Platz kost dann halt mal schlappe 36,20€ pro Nacht,… und das ist in etwa doppelt so viel wie meine bisherigen Campingplatznächte. Klar, wir haben immer noch Ostern, aber für den Satz gab es dann weder ein funktionierendes Wifi-Signal am Platz, noch ein funktionierendes Internet dort wo das Internet eigentlich funktionieren sollte. Ist ja auch kein Wunder, denn der Platz war mächtig
groß,… und mächtig voll belegt. Und die Wohnmobile die hier standen waren auch mächtig, irgendwie war alles hier mächtig,… mächtiger Preis, mächtig viel los, mächtiges Dreckswetter, mächtig mieses Internet,… soll ich weiter machen??

Das ist jetzt echt kein Witz, aber ich hatte mich die letzten Wochen in Andalusien wirklich gefragt, warum ich keine deutschen Wohnmobilisten sehe! Egal wo ich war, ob ich frei stand oder an nem Campingplatz, von Deutschen war wirklich weit und breit nix zu sehen. Vielleicht mal einer oder zwei, aber ansonsten nur Spanier und Franzosen und ab und an auch mal ein paar Engländer. Eigentlich scho wieder geil, aber in dem Moment für mich echt merkwürdig,… wo sind se denn alle mit ihren großen Schlachtschiffen hin…? Etz weiß ichs! 🙂 die sind alle im Camping Playa de Mazarrón!!

Verdammte Axt,… ich hab echt gestaunt. Ein Plastebomber nach dem anderen, und noch größer und fetter,… so viele, ja… sooo viele Deutsche,… und deutsche Flaggen hängen hier auch rum. Für mich eigentlich ja kein Problem, aber der Campingplatz,… der war halt echt zum Bersten voll, eine Joghurtdose nach der anderen. Platz an Platz,… ganz ordentlich… zu ordentlich!

Und auch hier schnappte ich mir meine Drohne, um das weiße Treiben mal von oben aufzunehmen. Und wenn ich mir die Reihe der Joghurtdosen von oben so ansehen, da frage ich mich echt,… “was hattn dis bidde noch mit Freiheit und naturnahem Urlaub zu tun??”

Wenn ihr euch das Titelbild so anseht, kommt euch da nicht auch in den Sinn,… die Szenerie sieht bildhaft doch aus wie ein A,… A wir arschgeleckt,… oder eben A wie Armageddon,… und jetzt wisst ihr auch, wie ich auf die Beitragsüberschrift gekommen bin! 🙂

Möglicherweise bin ich halt einfach mal wieder zu naiv. Camping,… egal ob Freistehen oder am Platz verbindet man doch mit etwas naturnahem,…. etwas vom frei sein,… von… ach von was weiß ich was?!

Zumindest hat für mich Camping nix damit zu tun, mich mit anderen Joghurtdosen wie im Zoo auf engstem Raum einpferchen zu lassen, und dafür dann auch noch scheissviel Geld zu zahlen. Huch, hab i doch wieder geflucht,… 🙂

Ich merkt schon, ich zumindest empfand den Sardinensalat um mich herum (inklusive mir selbst) als befremdlich, unangenehm, gar abstoßend,… und konnte deshalb auch wirklich nur eine Nacht auf dem Platz bleiben. Am nächsten Morgen fuhr ich ziemlich zeitig weiter in Richtung La Manga del Mar Menor, denn dort gibt es eine Landzunge, die mein Interesse geweckt hat.

Apropos Sardinenbüchsen, ich müsste vielleicht mal wieder bissi was in Sachen Camping schreiben,… 🙂

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