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Birdwatching in Tarifa

Birdwatching in Tarifa

Heute gibt es ein Wiedersehen… ein Wiedersehen am Rande der Welt, oder… eher am Rande Europas. Erneut führt mich mein Karma nach Tarifa… und erneut lerne ich dort tierisch beeindruckende Freunde kennen! Viel Spaß mit… Birdwatching in Tarifa!

Bevor wir uns jedoch mit unseren gefiederten Freunden beschwingt in die Luft erheben, möchte ich euch ein kurzes Statusupdate zu meiner eigentlichen Reise geben.

Mittlerweile bin ich in knapp 8 Monaten Vanlife-Reise anderdhalb mal um die iberische Halbinsel gedüst und habe dabei ca. 13.000 Kilometer auf europäischen Straßen zurückgelegt. Mautfrei!!! 🙂

Während dieser 13.000 Kilometer ist viel passiert, ich habe vieles gesehen, vieles erlebt, und es hat sich in und mit mir sehr vieles verändert.

Es gibt von meiner Reise so vieles zu erzählen… es gibt aber auch von mir ebenso vieles zu erzählen… irgendwann mal,… demnächst… vielleicht auch nicht… wir werden sehen. Wer sich dafür interessiert, der braucht vielleicht noch bissel (mehr) Geduld, wer die nicht hat, der hat es noch nicht mal bis zu diesen Zeilen geschafft. Deshalb freue ich mich sehr,… schön dass du noch hier bist – vielen Dank dafür!!!

Warum aber schreibe ich nicht erst über meine Erlebnisse ab dem Cap de Creus quer durch den Norden Spaniens? Warum schreibe ich nicht über meine Suche nach dem eisernen Thron in Girona und/oder dem dothrakischen Meer? Warum schreibe ich nicht über meinen Weg vom Alquezar ins Königreich der Himmel? Oder über meine erneute Reise durch Portugal? Warum nicht über die fünf ganz besonders schnuckeligen und außergewöhnlichen Musikfestivals?? Und warum ist die Banane eigentlich krumm?? Fragen über Fragen…

Letztere kann ich nicht so wirklich ernsthaft beantworten, aber ich glaub da war irgendwas, weil niemand in den Urwald geht und die Banane wieder gerade biegt, oder weil die Affen darauf schaukeln oder was weiß ich! 😉 Erstere beantworte ich gerne, und mindestens genauso wenig ernsthaft:

Weil ich von einer ebenfalls nomadisch umherziehenden Persönlichkeitsentwicklungsmuddi darauf hingewiesen wurde, in meinen Beiträgen bissel weniger zu grantln und etwas mehr Karma (und Veilchenduft) zu versprühen. Und hierfür eignet sich mein aktuellstes Erlebnis in Tarifa nahezu perfekt,… !

Deshalb holt euch noch schnell ne Tüte Popcorn und lehnt euch zurück… und lasst euch von mir und meiner positiven Veilchenenergie inspirieren. Meine heutige Geschichte geht, wen wird es wundern, um(s)… Vögeln! 😉 Und Film ab…

Birdwatching in Tarifa

Während die Nummer mit dem Vögeln eigentlich noch ganz gut funktioniert, habe ich vom Birdwatching (auch Birding genannt) aktuell echt null Ahnung. Nichtsdestotrotz meinte es Mutter Natur wieder gut mit mir! Warum? Weil der Zufall (ich nenne das Karma) mich zu jenem ganz besonderen Naturereignis an jenen ganz besonderen Ort führt, an dem ich schon im Frühjahr zufällig etwas länger hängengeblieben bin. Unwissend wie ungeplant stolpere ich erneut exakt in die Zeit des großen Vogelzugs nach Tarifa!

***Erklärbärmodus an***

Die Gegend rund um Tarifa lässt nicht nur Whalewatchers (nein, keine Weightwatchers) naturverbundenes Herz höher schlagen. Auch Birdwatcher finden an der Straße von Gibraltar paradiesische Bedingungen für Naturbeobachtungen vor!

In Tarifa liegt der afrikanische Kontinent an der schmalsten Stelle der Meerenge vor Gibraltar, nur ca. 15 km Luftlinie von Europa entfernt. Zugvögel nutzen diese schmale Stelle, um auf möglichst kürzestem Weg schnell und gefahrlos über das offene Meer zwischen Europa und dem afrikanischen Kontinent hin- und hersiedeln zu können.

***Erklärbärmodus aus***

Deshalb geht im Frühjahr und im Herbst während der Zeit des großen Vogelzugs in und um Tarifas Luftraum der Punk ab. Hier fliegt wirklich alles was Federn hat und was man sich so vorstellen kann, vom… ähh, ganz kleinen Vogel bis zum… ääähm, ganz großen Vogel,… und spätestens hier merkt der aufmerksame Leser dann auch, dass ich vom Vögeln halt doch keine Ahnung hab. 😉

Und das hat möglicherweise dann wohl auch eine meiner (ehemaligen) Facebook-Leserinnen gemerkt, nachdem sie mich nach einem Vögel-Posting darum gebeten hatte, das von mir gezeigte Federvieh auch entsprechend fachmännisch zu benennen. Hab i dann auch gemacht,… 1)Pete… 2)Belzebub… 3)Pan… 4)Balsamico… usw… 🙂 leider hab i daraufhin nix mehr von ihr gehört… 🙁

Also, nochmals… ich gestehe freiwillig, ich bin wahrlich kein Vogel-Experte! Doch gibt es von den Vogelschlaubis während der Zeit des Vogelzuges ganz sehr viele in Tarifa. Und nachdem die Herrschaften Ornithologen scheinbar so furchtbar schlau sind, dass die meisten von Ihnen noch nichtmal ein „Guten Morgen“ oder „Guten Tag“ artikulieren können,… will ich eigentlich auch gar keiner werden von diesen… Parodontologen. Mein Kiefer funktioniert schließlich noch einwandfrei… (verdammt, ich grantl schon wieder) 🙂

Und gerade deshalb, weil ich eben kein Oralologe bin, wollte ich mich dann auch gar nicht dazustellen zu den Experten, sondern meinen eigenen Birdwatching-Weg gehen. Und dieser Weg führte mich nach intensiver Beobachtung der Wind und Wetterlage irgendwohin ins Nirgendwo… in die Pampa,… dorthin, wo nix is… keine Experten! Weil der Platz weder exponiert in den Bergen gelegen, noch in irgendeiner Art als Vogel-Beobachtungsposten tauglich oder erkennbar ist….

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Und als ich da so stand… völlig alleine… irgendwo im Nirgendwo… vertraute ich darauf, dass die Zugvögel ähnlich wie wir Gleitschirmflieger sowohl den aufsteigenden Luftmassen als auch dem Weg des geringsten Aufwandes folgen würden. Und deshalb stand ich dann halt dort, wo ich eben stand… nicht in den Bergen, nicht auf einem der beiden offiziellen Beobachtungsposten, sondern luvseitig auf der Anhöhe eines kleinen unscheinbaren Hügels, den keine alte Sau kannte…

Aber die gefiederten Kollegen kannten den Hügel,… denn wie am Schnürchen gezogen flogen sie an mir vorüber,… schön in Zeitlupe, weil gegen den strammen Wind den Hügel entlangsoarend,… wie bestellt in 10-20m Entfernung,… und oftmals auch noch auf Augen- bzw. Linsenhöhe. Und so erklärt es sich dann auch, warum mich manch einer meiner neuen Freunde auf den nachfolgenden Bildern direkt mit seinen unglaublichen gelben Augen bissel irre anguckte, als wolle er mir sagen: „Ey Kumpel,… aber nicht auf Facebook posten…“

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Und es waren so unglaublich viele Vögel die da an mir vorbeizogen, dass ich nach gut 800 verballerten Bildern überglücklich einfach die Kamera weglegte und meinen Freunde einfach beim Soaren und Vorbeiziehen zusah.

Nichtmal ein Fernglas hab i gebraucht,… und dennoch konnte ich deren Federn zählen, so nah und langsam zogen sie an mir vorüber. Und weil ich mich dann irgendwann auch noch mit den Vögeln unterhalten und ihnen wirres Zeugs zugerufen habe, kann ich wohl davon ausgehen, voll und ganz in dem Moment angekommen zu sein.

Ein Zaungast der diese Szenerie beobachtet hätte, würde in diesem Moment womöglich denken „der Typ… der hat ja nen Vogel“! Aber zum Glück hat das niemand gesehen, denn es war ja keiner weiter da… Halleluja!

Und so haben wir wieder einen ganz besonderen Moment, in dem Mutter Natur mich mit ihrer Gunst berührte und der nebenbei noch ein klein wenig nach Veilchen duftet. Und so schließt sich dann auch der Kreis..

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Ach nochwas… passt zwar gar nicht zum Artikelthema, aber dann halt off topic… “Geheimtipp” ist nun ein alter Hut,… “inspirieren” wird ab sofort mein neues Lieblingswort!! 🙂 Mehr dazu demnächst…

2 thoughts on “Birdwatching in Tarifa”

    • Hallo Eva-Maria,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar!
      Ja, meine Kamera war leider nicht so billig, macht mit jedoch wahnsinnig viel Spaß daher lohnt doch die Investition!
      Vielen Dank für den Federsee-Tipp, welchen ich gerne mit aufnehme sollte mich meine weitere Reise mal wieder durch Deutschland führen.
      Alles Gute und viele Grüße von der Insel…
      Markus

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